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Der Weg zur Generation Syrien – die Entwicklung des deutschen Dschihadismus

Von Patrick Möller.

Auszug:

Der Abzug der sowjetischen Truppen 1989 aus Afghanistan ließ die meisten der arabischen Afghanen, wie die damaligen ausländischen Kämpfer bezeichnet wurden, in ihre Heimatländer zurückkehren, insbesondere jene von der arabischen Halbinsel. Den nordafrikanischen Kämpfern, vor allem den Ägyptern und Algeriern, drohte hingegen staatliche Verfolgung und als die pakistanische Regierung 1992 beschloss die verbliebenen 2.800 Araber abzuschieben, blieb vielen nur der Ausweg, durch Nutzung des Asylrechts nach Europa zu fliehen. Besonders in Mailand und London ließen sich dschihadistische Führungskader nieder und etablierten neue Netzwerke, die jedoch nicht das Ziel hatten, Europa selbst anzugreifen, sondern es als Rückzugsort zu nutzen;2 vor allem für Propaganda und Rekrutierung für den gerade begonnenen Krieg in Bosnien, zu dessen Hochzeiten 4000 Dschihadisten auf Seiten der muslimischen Bosnier kämpften.3 Anders war die Situation in Frankreich, das von der im algerischen Bürgerkrieg kämpfenden Groupe Islamique Armé (GIA) als wichtigster Verbündeter des algerischen Regimes betrachte wurde, die 1994/1995 dort eine Zahl von Anschlägen verübten.

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